BLAM-Jahresexkursion 2018

BLAM-eV
Datum: 22.08.2018 12:00 - 26.08.2018 11:00

Einladung zur Jahresexkursion 2018
Immenstadt im Allgäu, 22. – 26. August

TASSILO FEUERER

Die Jahresexkursion der BLAM im Jahr 2018 (22. bis 26. August) führt uns ins Westallgäu. Obwohl dieser Teil der  Bayerischen Alpen durch Britzelmayr, Flößner, Klement, Poelt, Rehm, Rueß und Sendtner, zum Teil vor sehr langer Zeit, besammelt wurde, ist das Allgäu, wie viele Teile der deutschen Alpen, aus heutiger Sicht sehr schlecht untersucht. Nachdem in den letzten Jahren BLAM-Exkursionen in die Chiemgauer Alpen, die Ammergauer Alpen und das Wettersteingebirge, sowie in das Ostallgäu bei Füssen führten, unterstützen wir mit der Exkursion in das Westallgäu
Patrick Dornes und Markus Reimann, die in den letzten Jahren hier kartiert haben.

Als Exkursionsziele wurden für unsere bryologisch interessierten Mitglieder Flächen vorgeschlagen, die vor Jahrzehnten intensiv mooskundlich untersucht worden sind und somit zur Nachuntersuchung einladen. Für alle übrigen Teilnehmer sind weitere Exkursionsziele am Nebelhorn, am Fellhorn, am Hohen Ifen mit dem Gottesackerplateau und in der Spielmannsau attraktiv. Die Seilbahn zum Ifen ist in den vergangenen Jahren abschnittsweise modernisiert worden und stand in dieser Zeit der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung. Vorexkursionen in diesem Bereich werden deshalb erst in den Monaten vor der Exkursion möglich sein. Dies betrifft insbesondere das Gottesackerplateau, ein in seinen Ausmaßen in dieser Meereshöhe einmaliges Karstgebiet. An einem Besuch des Fellhorngipfels besteht besonderes Interesse, da dieser aus dem in den deutschen Alpen sehr seltenen Silikatgestein besteht. Die Spielmannsau ist ein malerisches, sehr flechtenreiches Alpental. Eine etwa 10 Kilometer lange gute Teerstraße endet bei den einzigen Häusern des Tales, einem Forsthaus und einer Wirtschaft. Ab hier führt zunächst ein Fahrweg, danach ein Wanderweg zum Talschluß und in 1840 Meter Meereshöhe zur Kemptner Hütte. Dahinter ragt die 2645 hohe Mädelegabel auf. Wir starten vom Parkplatz am Forsthaus. Die jüngeren unter uns, das sind wohl diejenigen unter 60, könnten versuchen, zu den Typusstandorten am Talschluß zu gelangen. Acht akzeptierte Arten besitzen ihre Typuslokalität im Westallgäu, Aspicilia
verruculosa, Caloplaca conversa, Gonohymenia octosporella, Lecanora phaeostigma, Lichenomphalia alpina, Porpidia superba, Rimularia badioatra und Toninia intermedia. Für Caloplaca conversa ist Oberstdorf als Fundort genannt, Aspicilia verruculosa und Rimularia badioatra wurden in der Spielmannsau gefunden, Lecanora phaeostigma und Porpidia superba stammen von der Obermädli-Alpe und Toninia intermedia vom Nebelhorn.

Wir übernachten im Hotel Hirsch, Hirschstraße 11, Immenstadt im Allgäu (60,00 € pro Person und Tag inkl. Frühstück und Abendessen (Bufett). Für unsere Besprechungen steht uns ein entsprechender Raum mit Beamer zur Verfügung. Anmeldungen bitte bei mir, nach Möglichkeit bis Ende April!

TASSILO FEUERER
Biozentrum Klein Flottbek, Universität Hamburg, Ohnhorststr. 18, 22609 Hamburg, Tel. +49.40.42816.221
fb6a030@uni-hamburg.de oder tassilo.feuerer@gmx.de

 

 

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  • Von 22.08.2018 12:00 bis 26.08.2018 11:00